Versorgung von Tieren im Erbfall

Tiere sind nicht rechtsfähig. Sie können deshalb weder Erbe werden noch kann ihnen durch Vermächtnis der Anspruch auf Versorgung zugewendet werden. Die einzige Möglichkeit zur Versorgung von Tieren ist die Auflage nach § 1940 BGB. Nach dieser Vorschrift kann der Erblasser durch Testament den Erben oder einen Vermächtnisnehmer zu einer Leistung verpflichten, ohne einem Anderen ein Recht auf die Leistung zuzuwenden. Problematisch ist es, die Vollziehung der Auflage sicherzustellen. Das beste Mittel zur Sicherung der tatsächlichen Vollziehung der Auflage ist die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers. Dieser hat dann dafür zu sorgen, dass der letzte Wille des Erblassers, also z.B. die Versorgung eines Tieres des Erblasser, sichergestellt und umgesetzt wird. 

Der praktische Weg zur Versorgung eines Haustiers bleibt die Zuwendung von Geldbeträgen an ein Tierheim oder an eine Privatperson mit der Auflage, das Geld für das Haustier zu verwenden. Es bleibt letztendlich jedoch beim Ergebnis, dass sich der häufige und berechtigte Wunsch alleinstehender Erblasser nach der Versorgung ihres Haustiers erbrechtlich nicht immer erfüllen lässt.

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